Eltif & Co.: Europäische Ansätze für nachhaltige Finanzierung
Shownotes
Seit gut zwei Jahren ist das Eltif-2.0-Regime in Kraft, das kleinere Vermögen über den European Long-Term Investment Fund für Investitionen in die grüne Transformation aktivieren soll. Die Struktur bringe „sehr viele Verbesserungen für Privatinvestoren“, sagt Karsten Kührlings, Geschäftsführer der GLS Investments, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. Bei der Tochter der GLS Bank verantwortet Kührlings unter anderem das Investmentfondsgeschäft und Nachhaltigkeitsresearch.
GLS hat einen Energie-Infrastrukturfonds als Eltif konzipiert, mit Fokus auf Wind- und Solarparks und Speichertechnologien. Für Privatanleger sei ein Eltif eine „Riesenchance“, in Realwerte zu investieren, findet Kührlings. „Aber es ist zweifelsfrei natürlich auch nur ein kleiner Depotbaustein.“ Nach wie vor würden Eltifs zudem oft als Produktkategorie aufgefasst – ein Missverständnis. „Wir reden nur über ein Regime, ein gesetzliches Rahmenwerk, das etwas regelt“, stellt Kührlings klar. „Und darunter sind sehr viele verschiedene Strukturen möglich.“
Die größten Herausforderungen sieht Kührlings derzeit auf Ebene der Nationalstaaten. „Wenn man den Privatkundensektor sieht, dann gibt es immer noch mal auf nationaler Ebene Besonderheiten und Hürden, so dass wir leider nicht von einem einheitlichen europäischen Markt reden können“, sagt er. Das erschwere den Vertrieb von Produkten, da man auch mit den Intermediären unterschiedliche Anforderungen abstimmen müsse.
GLS engagiert sich in verschiedenen Netzwerken für mehr Harmonisierung, eins davon ist die Sustainable Banking Coalition. Darin haben sich elf nachhaltige Finanzinstitute aus acht EU-Staaten zusammengeschlossen, die GLS Bank war 2023 Gründungsmitglied.Neben Eingaben zu regulatorischen Neuerungen setzt das Netzwerk auf praktischen Austausch und auf Wissenstransfer. Während Initiativen nicht mehr operativ in Erscheinung treten, sieht Kührlings bei der Sustainable Banking Coalition weiterhin großes Engagement – „gerade, weil es sehr praxisbezogen ist und wir an konkreten Problemen und Lösungen arbeiten“.
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