Dax-Konzerne verlieren Klimaziele aus dem Blick

Shownotes

Die Klimatransition der Dax-Familie hat 2025 an Dynamik eingebüßt. Das zeigt der am Donnerstag veröffentlichte „What if“-Report des Climate-Tech Right°. Darin untersucht das Unternehmen, wie stark die betrachteten Konzerne zur Erderwärmung beitragen. Die Modelle zeigen, wie stark sich die Erde bis zum Jahr 2100 erwärmen würde, wenn sie dieselbe Klimaperformance hätte wie das betrachtete Unternehmen.

Eine ernüchternde Erkenntnis brachte der Report mit Blick auf selbstgesteckte Klimaziele: Ein ambitioniertes Ziel erhöht nämlich den Daten zufolge nicht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen tatsächlich auf Paris-konformem Kurs liegt. „Das ist natürlich schon ein bisschen bitter", sagt Right°-CEO Hannah Helmke im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. Sie findet Ziele weiterhin sinnvoll – „weil es sehr klar darstellt, wo will ich hin“ und damit Orientierung gebe. Oft scheiterten Unternehmen aber beim Übersetzen der Ziele in konkrete Handlungen: „Ich glaube, dass die Umsetzung von diesem Ziel einfach massiv unterschätzt wird“, sagt Helmke.

Nach Helmkes Einschätzung sind die Unternehmen spätestens durch Erfahrungen mit Hitze und Dürre im zurückliegenden Sommer und den Iran-Krieg wieder stärker für Klima und Dekarbonisierung sensibilisiert. Von den Ergebnissen des diesjährigen Reports will sie sich nicht entmutigen lassen: „Der Track Record im Jahr 2025 ist eine Momentaufnahme, das kann nächstes Jahr anders sein“, sagt sie. Es gebe „tolle Transformationsunternehmen“ im Dax, etwa die Deutsche Telekom. „Die sind fast da, die sind on track auf 1,8°C“, berichtet Helmke. Gestartet sei der Konzern bei 5°C, seit 2021 sinke der Wert aber kontinuierlich. Solche Unternehmen sind für sie Hoffnungsträger: „Die haben was zu erzählen über Transformation, davon will man lernen, wie es gehen kann.“

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Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:06: Nachhaltiges investieren, das Sustainable Finance Podcast der Börsenzeitung.

00:00:11: Diese Episode wird präsentiert von Union Investment.

00:00:16: Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von nachhaltiges Investieren dem Sustainable finance podcast der Bösenzeitungen.

00:00:21: ich heiße Sabine Reifenberger bin Redakteurin.

00:00:25: Mit meinem heutigen Gast schaue ich mal auf die Vorbilder und Nachzügler in Sachen Klimatransition, das Climate Tech Unternehmen RIDE.

00:00:33: Das schaut sich seit einigen Jahren schon an wie stark einzelne Unternehmen zur Erwärmung beitragen und ausgedrückt wird es dann in Grazelsios.

00:00:42: Das macht es recht gut greifbar!

00:00:44: Wir haben im vergangenen Jahr schon einmal über die Erhebung gesprochen.

00:00:47: jetzt gab es Gerade das Update heute frisch veröffentlicht und die Daten sind noch mal umfassender, weil auch SDAX und MDAX diesmal mit in der Analyse sind.

00:00:57: Es gibt da durchaus ein paar spannende Unterschiede über die spreche ich mit Hannah Helmke, CEO von Ride.

00:01:02: Herzlich willkommen podcast!

00:01:04: Ganz vielen Dank!

00:01:05: Frau Helmcke Sie haben die Klimawirkung der Unternehmen.

00:01:09: ja in Grazelsius ausgedrückt also ganz grob vereinfacht ist der Ansatz, wie stark würde sich die gesamte Erde bis zum Jahr zwei Tausend Einhundert erhitzen wenn sie als Erde insgesamt dieselbe Klimapereformenz hätte.

00:01:22: Wie das jeweils betrachtete Unternehmen?

00:01:26: jetzt haben wir ja im vergangenen Jahr schon gesprochen.

00:01:28: Wenn Sie sich die Ergebnisse im Vorjahr vergegenwärtigen und die aus der Jetzt neuen Analyse was würden Sie denn sagen eher positiv oder eher negativ überrascht.

00:01:38: Also, überrascht tatsächlich nicht.

00:01:40: Aber die Entwicklung ist negativ.

00:01:42: also wenn man sich den Übergang vom Jahr zwanzig vierundzwanzig auf fünfundzwantig anschaut, den wir jetzt eben im Wortif Report abbilden konnten durch die neuen Daten sieht man das aus der Klimatransition in der DAX-Familie Dynamik rausgegangen ist.

00:01:58: Wir haben insgesamt ein und siebzig Unternehmen untersuchen können Und sechsundzwanzig von denen, die sind auch auf Kurs.

00:02:08: Also sie ... Die sind On-Track.

00:02:09: Allerdings haben sich fünfundzwantzig Unternehmen im Gegensatz zum letzten Jahr verschlechtert.

00:02:15: Nur neunzehn Unternehmen haben sich verbessert und sechsund zwanzig sind eben gleich geblieben.

00:02:19: Das heißt da ist Dynamik raus.

00:02:22: Zwei Unternehmen waren letztes Jahr mehr on Track.

00:02:26: also letztes jahr waren es achtundzwanzig Unternehmen, die auf Kours waren.

00:02:30: Und entsprechend ja Hat es mich nicht überrascht, das ist trotzdem keine gute Nachricht.

00:02:35: Es hat sie aber nicht überrrascht weil Sie mit Blick auf die Gesamtlage gedacht haben dass das Thema nach hinten rückt.

00:02:40: oder was war so die Erwartungshaltung?

00:02:42: Richtig, genau.

00:02:43: Also seit der Wahl von Donald Trump ist es anders rund um das Thema Klimatransitionen und das spürt man auch im Dialog mit den Unternehmen in der Zusammenarbeit mit den Unternehmern.

00:02:55: die Regulatorik wurde zurückgedreht mit Omnibus und all das führt natürlich dazu dass sich die Unternehmen neu orientieren müssen welche Rolle jetzt das Thema Klimatransitions für sie strategisch spielt Und diese rückgängige Dynamik vom Jahr Die passt dazu sehr gut.

00:03:13: Da würde ich jetzt vermuten, dass sich das sofort schreibt?

00:03:18: Das kann ich Ihnen nicht sagen.

00:03:20: Also was natürlich auch gerade interessant ist, ist, dass man aus diesem alten Fahrwasser rausgekommen ist.

00:03:25: also die regulatorik fordert es dann muss ich meine daten erheben dann berichte ich das Ich setze meine ziele und dann kommuniziere ich die.

00:03:33: das war ja alles so sortiert Und das Ganze wurde komplett aufgebrochen.

00:03:38: Also, der Regulator sagt mir nicht mehr was ich zu tun und was sich zulassen habe.

00:03:41: die Wirtschaft ist jetzt in einer Situation dass ich mich fünf mal überlegen muss wo investiere ich?

00:03:46: Deswegen müssen die Unternehmen jetzt völlig neu überlegen welche Rolle diese Klimatransformationen oder Klimawandel auch selbst für sie spielt und ihre Strategie danach neu ausrichten.

00:03:57: also eigentlich gab es eine Zäsur und das ganze fängt vielleicht noch einmal in erneuen Version neu an.

00:04:03: Jetzt haben sie ja diesmal erstmals auch auf MDAX und SDAX geschaut.

00:04:07: Die sind ja gerade auch was beispielsweise regulatorischer Anforderungen angeht, oft ein bisschen hinter den DAX-Konzern die dann doch vorher berichtspflichtig werden.

00:04:16: in bestimmten Bereichen Merkt man das in Sachen Datenverfügbarkeit und auch in Sachen, sagen wir mal, Zielsetzung in den Häusern?

00:04:25: Das merkt man ganz arg.

00:04:27: Also insbesondere im Bereich Datenverflügbarheit.

00:04:30: Wir haben einundseipzig Unternehmen auswerten können.

00:04:32: Siebenundzwanzig davon sind im DAX-Fürzig, sechsundzwantig im MDAX und achtzehn im SDAX.

00:04:39: also sie sehen die Abdeckung geht rapide runter.

00:04:43: Die Daten sind dann aber verfügbar für das Basisjahr zwanzig, vierundzwanzig und fünfundzwandzig.

00:04:47: Das heißt nächstes Jahr werden wir bis zu fünfundsechzig Unternehmen reinnehmen können zusätzlich in die Analyse.

00:04:54: Die Abdeckung geht hoch weil sie einfach ein bisschen verspätet waren in den regulatorischen Vorgaben zum Reporting

00:05:01: Und die Unternehmen, die sie im DAX nicht reinnehmen – ich glaube zum Beispiel die Banken und Finanzdienstleister hatten sie immer raus.

00:05:06: Richtig!

00:05:07: Also es sind zehn Unternehmen, noch ohne Daten in der gesamten DAX-Familie.

00:05:14: Und fünfzehn Unternehmen sind aus dem Bereich Finanzen und Versicherungen.

00:05:19: Da ist es sehr schwer, diese finanzierten Emissionen zu erheben oder auch die versicherten Emissione oder die Nutzung eben aus der Produkte von Versicherungsunternehmen.

00:05:29: Das heißt da sind die Benchmarks, die wir nutzen für ein Unternehmen einfach noch nicht gut genug.

00:05:34: Deswegen sind wir damit noch ein bisschen vorsichtig.

00:05:37: Also auch wenn jetzt die Abdeckung relativ niedrig ist dieses Jahr und das auch auffällt, erwarten wir eben einen ordentlichen Sprung nächstes Jahr.

00:05:46: Weil diese Firmen dann eben auch unter die Regulatorik fallen und die Daten für vierundzwanzig und fünfundzwantig veröffentlicht haben.

00:05:55: Jetzt gibt es ja gerade im DAX schon einige, die Sie tatsächlich länger schon begleiten.

00:05:59: Gibt es in diesem Jahr wieder Häuser wo sie sagen?

00:06:03: Die sind quasi vorbildhaft, die sind richtig gut.

00:06:06: Die haben Ziele, die halten sich an ihre vorgegebenen Fahre.

00:06:11: Die liegen quasi auf Kurs da wo sie hin wollen.

00:06:14: Das Ziel ist ja inzwischen ein Eins Komma Sieben Grad.

00:06:17: Gibt es Häuser wo sie sagen?

00:06:19: Da kann man im Moment eine Haken dran machen.

00:06:21: Die gibt es, ja?

00:06:22: Also wir haben sechsundzwanzig Unternehmen die on track sind also die wirklich auf den Kurs in Richtung Paris Konformität sind.

00:06:29: Wir haben die eins Komma sieben Grad genommen weil das Pariser Abkommen well below two Degree Möchte Im Idealfall Eins Komma fünf grad.

00:06:37: und von diesen sechsund zwanzig Unternehmen die On Track sind Sind Das Elf Im DAX Vierzig Und Sieben Im M DAX und Acht Im S DAX.

00:06:45: Und da gehören weiter Unternehmen dazu.

00:06:48: Wiener Adidas zum Beispiel, die war letztes Jahr schon in der Liste.

00:06:51: neu in dieser Liste ist eine EON oder eine BMW oder eine Kia gehen.

00:06:56: also Da gibt es schon ausreichend Unternehmen wo man sieht Es ist möglich sein Geschäftsmodell so schnell zu dekarbonisieren dass das eben Pariskonform ist.

00:07:07: Und von diesen sechs und zwanzig, die on track sind haben zehn Unternehmen auch die Ziele, die dazu passen.

00:07:15: Also zehn Unternehmen setzen das um was sie mit ihren Zielen auch nach außen kommunizieren.

00:07:21: Jetzt haben Sie aber aufgestellt, dass fand ich ganz erstaunlich, sich nicht unbedingt in einer Überperformance durchschlagen.

00:07:30: Also die Unternehmen mit diesen pariskonformen Zielen, von denen es sind sieben-dreißig Prozent auf Kurs und von denen ohne Warnesexen-dreißig Prozent.

00:07:39: Jetzt wäre es ja eine ernüchternde Erkenntnis zu sagen, Ziele sind egal.

00:07:43: Kann man das irgendwie anders interpretieren oder muss man zu diesem Schluss kommen?

00:07:47: Also ich fürchte, da ist eine Menge dran.

00:07:50: Sie haben es gerade gesagt, das macht keinen Unterschied ob ich jetzt ein pariskonformes Ziel habe oder ob ich einen nicht-pariskonformes Ziel habe wenn es darum geht, ob ich on track bin oder nicht.

00:08:00: Es macht auch keinen Unterschied, ob Ich jetzt ein wissenschaftlich validiertes Klimaziel habe, Ob ich on Track bin oder Nicht und Das ist natürlich schon bisschen bitter.

00:08:09: also das stößt auf weil man sich in den letzten Jahren darauf fokussiert hat, Klimaziele zu setzen und die dann auch validieren zu lassen.

00:08:18: Da geht viel, viel Arbeit von größeren Teams rein.

00:08:22: Und wenn man jetzt tatsächlich mit den Zeitreihen, die wir ja jetzt auch dann Stück für Stück haben sehen das das gar nichts bringt also dass es gar keinen Unterschied macht, da muss man das herangehen glaube ich nochmal hinterfragen Fürchte, es geht nicht so stark darum.

00:08:38: ist jetzt ein Ziel sinnvoll.

00:08:40: Ja oder nein?

00:08:40: Ein Ziel ist immer sinnvoll weil das sehr klar irgendwie darstellt wo will ich hin und wo is mein Nordsterren?

00:08:46: was ist die Richtung?

00:08:47: was ist Die Orientierung?

00:08:49: Ich glaube dass die Umsetzung von diesem ziel einfach massiv unterschätzt wird Und hier haben wir dann ja auch die großen Themen.

00:08:56: Also welche Investitionen kann ich freigeben?

00:08:59: Welche Technologien werde ich einführen, wie schnell werde ich überhaupt dekarbonisieren?

00:09:03: also was ist auch die richtige Geschwindigkeit für mich?

00:09:06: und all diese Fragen sind gerade jetzt auch im wirtschaftlichen Umfeld sehr schwierig nur zu beantworten weshalb es ziemlich den Finger auf die Wunde legt dass es unklar ist wie eigentlich der Umsetzungsplan von diesen Klimazielen ist und die Unternehmen werden jetzt sehr stark gedrängt eine klare Position zu geben.

00:09:23: Also welche Rolle spielen wir tatsächlich in dieser Transformation?

00:09:27: Was ist die richtige Decarbonisierungsgeschwindigkeit für uns und wie setzen wir auch einen Management-System auf inklusive Governance, was belastbar is'.

00:09:37: Jetzt machen sie ja diese Daten transparent – und es gibt ja durchaus auch Unternehmen, die haben sich verschlechtert, die sind nicht auf Kurs, die weichen ab und sind vielleicht auch schlechter als Wettbewerber –.

00:09:49: inwieweit Kann das helfen durch so eine Art Druck oder auch durch diese Vergleichbarkeit, vielleicht noch mal ein bisschen das Ambitionsniveau anzukurbeln?

00:09:59: Haben Sie da schon Erfahrung?

00:10:00: Sie sprechen ja mit vielen Häusern.

00:10:02: Ja also hier spielt die Vergleichbarigkeit ne ganz große Rolle.

00:10:06: Wir hatten letztes Jahr über Porsche gesprochen.

00:10:09: Da war Porsche on track.

00:10:11: Die waren unter den besten Unternehmen dabei.

00:10:13: wir haben dann darüber geredet.

00:10:17: auf der Basis der Entkopplung berechnet, also je stärker ein Unternehmen sein Wachstum von Emission relativ zu seinem Sektor entkoppelt, desto niedriger ist die Temperatur.

00:10:27: Und durch die wirtschaftliche Entwicklung von Porsche haben wir schon antizipiert dass sie wahrscheinlich nächstes Jahr nicht mehr in dieser Liste drin seien werden.

00:10:34: genauso ist es gekommen.

00:10:35: Porsche ist jetzt Offtrack Und ich glaube, das ist ein total schönes Beispiel.

00:10:40: Was diese Zahlen zeigen?

00:10:42: Weil die Frage kommt natürlich auf, kommen sie denn da jetzt wieder drauf?

00:10:45: Die bauen ihre neue Strategie.

00:10:47: Es wird völlig anders bei diesem Unternehmen und die große Frage ist, kommen die wieder on track?

00:10:52: oder ist es kein Baustein der neuen Strategie, dass man sagt, man wirtschaftet im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens?

00:11:01: Wenn man diese Vergleichbarkeit hat was machen meine Mitbewerber Was machen meine Kunden, was machen meine Lieferanten?

00:11:09: Dann entsteht dann ein ganz anderes Gespräch zu den Notwendigkeiten selbst auch in die Decarbonisierung zu gehen.

00:11:16: Also wenn mein Kunde oder wenn meine wichtigsten Kunden on track sind und ich nicht meine Wettbewerber aber dann muss ich überlegen, ob das für mich ein Wettbewerbsnachteil ist.

00:11:26: Dass ich offensichtlich in der Decarbonisierungsgeschwindigkeit nicht anschlussfähig bin an das was meine Kunden da gerade machen und dann müsste ich in meiner eigene Lieferkette gucken auf welchem Fahrt denn meine wichtigsten Lieferanten unterwegs sind?

00:11:39: Und wenn die irgendwo auf einem vier Gradfahrt unterwegs sind, dann muss sich mir überlegen ob Ich mit denen diese Transformation schaffe um bei meinen Kunden wieder attraktiv zu sein.

00:11:50: also Was wirklich neu ist durch diese Vergleichbarkeit, die wir ja hier auch reinbringen.

00:11:55: Ist die Möglichkeit in einer Wertschöpfungskette zu denken und das Thema Wettbewerbsfähigkeit viel stärker in den Dialog mit reinzunehmen?

00:12:04: Wenn es darum geht wie priorisiere ich jetzt das Thema Klima und wie gehe ich das überhaupt an?

00:12:09: Ich könnte mir vorstellen wenn man jetzt mit Klima kommt Es gibt Unternehmen, die sind in wahnsinnig vielen Schwierigen Situationen, transformatorischen Situationen.

00:12:18: Die müssen geopolitische Risiken bedenken und Lieferkettenstörungen und was nicht noch alles.

00:12:23: wenn man dann jetzt noch mit Klimatransition kommt.

00:12:25: Man rennt ja vielleicht auch nicht nur auf eine Tür ein und hat ja vielleicht Teams die sagen mein Schreibtisch ist voll bis unter das Dach und jetzt kommt mir noch einer mit diesem Thema.

00:12:35: Kann es so eine Art Argumentationshilfe dann auch sein?

00:12:37: Was glauben Sie, wie man das auch schaffen kann diese Organisationen stückweit vielleicht mitzunehmen und dass nicht als nice to have irgendwie runterfallen zu lassen.

00:12:46: Es klingt ja schon ein bisschen als ob's einfach in der Priorität gerade nach unten durchrutscht.

00:12:51: Ich weiß nicht, ob es in der priorität durch rutscht.

00:12:53: Die Unternehmen die beschäftigen sich damit sehr intensiv genau Mit der Fragestellung was sie grade gesagt hat Wie gehen wir das an?

00:13:00: Wie bringen wir das Thema Decarbonisierung in den Einklang mit Wettbewerbsfähigkeit und Anschlussfähigkeit auch an unsere Märkte.

00:13:09: Das sind ganz neue Fragestellungen, die leider in dieser ganzen Periode wussten nur um Ziele gingen, die dann nach außen kommuniziert wurden damit man im ESG-Rating das vorzuweisen hat.

00:13:20: diese Fragen kamen nicht auf Und jetzt kommen sie natürlich umso härter auf insbesondere wenn dann auch so geopolitische Themen passieren wie der Irankrieg.

00:13:29: Das ist ein Klimathema an sich, das ist ein Thema fossile Unabhängigkeit.

00:13:33: So und wie kombinier ich das jetzt irgendwie strategisch mit meiner Geschäftsentwicklung?

00:13:38: Auf welchen Märkten werde ich in der Zukunft sein wenn sich die geopolitischen Verhältnisse so verändern wie sie es jetzt tun?

00:13:45: was passiert wenn China mit mehr und mehr Klimatechnologie nach Europa kommt?

00:13:49: welche Innovation brauche ich um da anschlussfähig zu sein?

00:13:52: Und hier kann diese Grazelsioszahl ja wahnsinnig ordnen weil ich ja die Klimawirkung berechne über die Entkopplung von Emissionen und Wertschöpfung.

00:14:01: Meine Aufgabe ist es also, mein Wachstum unabhängig zu machen von Emmissionen.

00:14:07: Und dieses Gespräch einfach mal darüber was ist die richtige Geschwindigkeit?

00:14:11: Ist ein völlig neues Gespräch als das alte Gespräch über.

00:14:15: wir haben eine Verantwortung.

00:14:17: Wir müssen das moralisch hochhalten, weil das sind ja unsere Werte im Westen.

00:14:21: Und es gibt dieses zentrale Pariser Abkommen und da müssen wir alle zu beitragen.

00:14:26: Es ist ein völlig anderes Gespräch wenn ich in Management komme und sage hier unsere drei wichtigsten Kunden sind on track Unsere Hauptwettbewerber ebenfalls.

00:14:35: Wir sind auf dem Drei-Grad-Fahrt unterwegs.

00:14:38: Wir haben keinen Plan um da irgendwie voranzukommen.

00:14:40: Was heißt das jetzt?

00:14:42: Das ist eine völlig andere Art und Weise, darüber zu sprechen.

00:14:45: Und ich bin davon überzeugt auch mit den Erfahrungen die ich jetzt mache in diesem Kontext dass das echt ne neue Chance ist für die Unternehmen raus aus der Ideologie zu kommen raus aus diesem Verantwortungsthema und rein in ein deutlich strategischeres Gespräch wo man Fakten basiert und Daten basiert schaut was es die richtige Geschwindigkeit für uns in dieser Transformation in Abhängigkeit davon Wie sich unsere Kunden entwickeln und wie sich unsere Wettbewerber und unserer eigenen Geschäftspartner entwickeln.

00:15:16: Ich kann auch letztlich moral sehr schlecht in Euro- und Dollar übersetzen, aber CO² Kompensationen und Energiefahr brauchen ein Stück weit besser.

00:15:22: also auch diese finanzielle Komponente ist ja letztlich da.

00:15:25: Stichwort Finanzen und Aufwand.

00:15:28: Sie haben ja einen enormen Aufwand auch das zu erheben was es auch für sie die Motivation gewesen als Ride zu sagen wir weiten das jetzt nochmal auf Wir machen nicht nur den DAX wir machen die gesamte DAX Familie mit SDAX und MDAX.

00:15:40: Und wie rechnet sich das letztlich für Sie?

00:15:42: Sie machen es ja nicht aus, Altruismus und um hier spannende Dinge erzählen zu können.

00:15:46: Auch wenn ich das begrüße!

00:15:47: Aber was ist sozusagen Ihre Motivation auch zu sagen wir machen das jetzt mal wirklich so breit über so viele Häuser hinweg?

00:15:53: Ja also tatsächlich um Ihnen spannende Dinger erzählen kann.

00:15:56: Super Das ist es tatsächlich.

00:15:58: Also die Mission von Wright ist eine Sprache zu bauen mit der wir gemeinsam über den Klimawandel und die Klimatransition sprechen können Und zwar unabhängig davon, ob wir einen Doktor in Klimawissenschaft oder eine Professur in Volkswirtschaft haben.

00:16:17: Sondern jeder aus seiner eigenen Perspektive und mit dem What If Report zeigen wir einfach was wir damit meinen.

00:16:24: Also je größer die Abdeckung über die Unternehmen, die in Deutschland auch wirklich relevant sind Aus Kapitalmarkt Sicht ohne jetzt den Mittelstand irgendwie unter den Schäffel stellen zu wollen Aber einfach am Beispiel der DAX-Unternehmen.

00:16:37: Je repräsentativer diese Gruppe ist, desto deutlicher wird natürlich was wir meinen mit einer Sprache weil wir dann die Unternehmen vergleichen können und wir sehen auch wie einfach es ist diese Unternehmen zu vergleiche.

00:16:49: und plötzlich entsteht genau das Gespräch was wir eben auch führen und dieses Gespräch ist unideologisch und das basiert auf diesen Fakten.

00:16:57: Und jetzt stellen Sie sich vor Wir hätten diese Kennzahlen für ... ... neunzig Prozent der Unternehmen.

00:17:03: Dann könnten alle darüber reden und sich überlegen, will ich bei einem Dreigradunternehmen arbeiten?

00:17:07: Was vielleicht On-Track ist?

00:17:09: auf eins Komma sieben Grad?

00:17:11: oder will Ich Bei dem zweigrat unternehmen Arbeiten was on track auf zwei Grad ist?

00:17:15: wir haben es jetzt durch den Sommer wirklich erlebt.

00:17:18: die Menschen sind sensibilisiert der Handwerker ist sensibilisiert jemand der einfach sein ganz normales Leben lebt ist sensibilisiert.

00:17:27: Und ich glaube, wenn wir diese Sprache zur Verfügung haben mit der man das bewältigen kann was da kommt.

00:17:35: Dann ist es ein unfassbar wichtiges Instrument dass wir auch als Gesellschaft unseren Weg finden und dieser Report demonstriert es im Kleinen.

00:17:45: Der wird dann größer und größer weil die ganzen Daten jetzt auf einer zentralen Plattform verfügbar sind.

00:17:51: Die nennt sich Kompas.

00:17:52: Da sind auch diese Profile verfügbare Und dort bauen wir diese Sprache auf.

00:17:56: und mit Wort IF zeigen wir einfach, was das Potenzial davon ist.

00:18:01: Wie finanzieren Sie sich?

00:18:02: Wir sind finanziert über die Umsätze, die wir betreiben.

00:18:05: Wir sind ein Team von zehn Personen.

00:18:08: jetzt arbeiten sehr intensiv auch mit den Produktivitätserhöhungen von KI.

00:18:14: also dass haben wir früh für uns genutzt und unsere Kunden kommen aus dem Bereich Realwirtschaft, Finanzwirtschaft, Immobilienwirtschaft.

00:18:22: Also wir sind sehr breit aufgestellt auch wieder die eine Sprache.

00:18:25: dafür müssen wir breitaufgestellt sein Und wir finanzieren uns über die Umsätze, die wir generieren und können damit dann eben auch so wichtige Projekte anstoßen Die einfach demonstrieren was unsere Visionen und unsere Mission ist Damit andere sagen das macht ja eigentlich Sinn.

00:18:42: Das ist interessant.

00:18:43: ich gucke mir das an

00:18:45: Wenn Sie sagen, sie sind in erster Linie ein Kleimeteck oder ein Beratungshaus.

00:18:48: Was wenn Sie sagen?

00:18:49: Sind Sie selber?

00:18:49: es gibt ja verschiedene Zuschreibungen die immer gemacht werden.

00:18:53: wir sind eine kleine Tech Unternehmen also wir bauen Software haben das XTC-Modell, XTC steht für X-Degree Compatibility.

00:19:01: Das ist ein Klimawandelfolgenanalyse Modell was wir betreiben, was wir pflegen und anbinden an unsere Software.

00:19:10: Wir integrieren auch mehr Intelligenz in die Software selbst damit ein Unternehmen oder Nutzer besser mit diesen Metriken arbeiten kann, mehr Informationen rausbekommt.

00:19:24: Was heißt das jetzt?

00:19:25: Was muss ich jetzt machen?

00:19:26: Worauf muss ich gucken?

00:19:27: wie muss sich das meine Management vorstellen?

00:19:30: und wir sind dann auch beratend in den Projekten aktiv.

00:19:33: also Wir sind auch dabei aus unserer Perspektive Mit unserer Erfahrung, mit unserem Wissen Wie man diese Transformationsprojekte eben aufsetzt.

00:19:42: Sie sind eigentlich vom Studium her aus einer Ecke, wo man jetzt gar nicht unbedingt vermuten würde.

00:19:47: Climate Taxi haben Psychologie studiert.

00:19:50: Inwieweit hilft das?

00:19:51: Wenn man dann mit Führungskräften und Managern drüber spricht und versucht da auch in eine Umsetzung zu kommen und auch erst mal zu erklären was die Ergebnisse sind wie man das vielleicht vermittelt und dann wirklich auch diese Projekte anzustoßen.

00:20:04: Also wenn sie Psychologie studieren, dann lernen sie viel über das Erleben und Verhalten des Menschen verarbeitet ein Mensch Informationen.

00:20:14: Und durch dieses Studium wird man ganz stark sensibilisiert, wie einfach auch unser Hirn funktioniert?

00:20:20: Wie es Dinge abwerten, die unserem Hirn nicht gefallen.

00:20:25: und all diese Basiserkenntnisse, die ich da hatte... Ich habe nur einen Bachelor in Psychologie also ich möchte das jetzt hier überhaupt nicht überbewerten aber allein dieser Bachelor in psychologie hat mich sensibilisiert, wie ein Mensch ganz grundsätzlich tickt Und das gibt ganz viel Geduld irgendwie auch.

00:20:45: Das gibt eine gewisse Distanz zu Reaktionen, die dann auf ganz natürliche Weise einfach kommen.

00:20:51: Ich kann also viel besser damit umgehen wenn jemand ... kritisch auf Ergebnisse drauf guckt, wenn jemand sich angegriffen fühlt durch die Ergebnisse.

00:20:59: Wenn jemand dann auch in eine Verleugnung geht?

00:21:02: Wenn jemand sagt ich weiß nicht wie ich irgendwie damit jetzt noch weiter vorankommen soll.

00:21:06: Ich fühl mich ohnmächtig und hilflos damit.

00:21:09: also dadurch dass ich zumindest grob die Mechanismen dahinter verstehe kann ich dann auch helfen diese Handbremsen ja die dann oft bestehen vielleicht zu lösen und den Unternehmen oder den Menschen, ja.

00:21:23: Den Menschen eigentlich zu zeigen wie man dann doch die Wege nach vorne gehen könnte.

00:21:27: Und das ist glaube ich eine sehr entscheidende und kritische Kompetenz auch Die sehr stark auch des Unternehm prägt und die Art und Weise Wie wir mit unseren Kunden unserem gesamten Netzwerk auch umgehen Auch innerhalb des Teams.

00:21:42: Das klingt tatsächlich so als ob ein Basiskurs Psychologie in vielen Bereichen beruflich und im Leben helfen könnte.

00:21:48: Zweifel

00:21:49: los.

00:21:50: Ich habe auch noch mal in unser letztes Gespräch gehört und da habe ich Sie gefragt, was Sie sich wünschen würden?

00:21:55: Und da sagten sie, Sie würden sich wünschten dass es mehr Klarheit gibt im Reporting das Ziele genauer definiert und nachverfolgbar werden.

00:22:07: Inwieweit wurden Sie sagen ist der Wunsch gehördet und inwieweit muss man ihn vielleicht nochmal aktualisiert vorbringen?

00:22:13: Die Einladung nehme ich gerne an, den würde ich gerne noch mal aktualisiert vorbringen.

00:22:17: Also die Datenqualität verbessert sich.

00:22:19: das ist die eine Seite davon.

00:22:22: Die niedrige Coverage insbesondere auch im DAX-Fürzig ist darauf zurückzuführen dass viele Unternehmen ihre Daten angepasst haben weil sie ihre Methoden verbessert haben mit denen Sie Ihre Emissionsdaten erheben.

00:22:35: so und jetzt kommt aber der Haken da dran bezüglich Ziele.

00:22:38: Was gemacht wurde und was auch nach dem Standard konform ist, wie man es machen soll, ist dass man nur das Basisjahr des Ziels angepasst hat.

00:22:48: Und dann eben das ja in dem der Auslöser war, warum man eine Anpassung machen muss zum Beispiel eine große Veränderung des Unternehmens.

00:22:56: also da wurde ein Teil verkauft oder das wurde etwas zugekauft Das sind die Auslöser, dass ich dann eben die Daten im Basis-Jahr des Ziels anpassen muss Und jetzt die Crux davon zwischen dem Basisjahr und dem Jahr, wo der Auslöser ist wurde nicht angepasst.

00:23:12: Deswegen sind uns dann eben die Zeit rein verloren gegangen weil wir ja dann inkonsistente Zeit rein haben und damit geht der Track record verloren.

00:23:20: Damit können wir also nicht sehen auf welchem Gradfahrt entwickelt sich wirklich ein Unternehmen?

00:23:25: Das müssen wir aber sehen wenn wir einen Unternehmen auch gegen sein Ziel irgendwie setzen möchten.

00:23:30: diese Ziele sind so aufgesetzt dass sie Meilenstein Etappen haben und das ist sehr holzschnitzartig, also ein wissenschaftsbasiertes Ziel basiert auf einem Emissionsbudget.

00:23:42: Ich habe jedes Jahr einen Budget an Emissionen und dieses Budget komoliert sich dann über die Zeit zu meinem gesamten eins Komma fünf Grad budget.

00:23:50: wenn ich dieses budget überschreite Dann muss ich das auffohlen dass es wie Schulden wie was ich mache.

00:23:55: Wenn ich es unterschreibe hab ich nen credit Und wenn ich nur alle fünf Jahre einmal messe, ob ich dann genau auf dem Punkt bin, auf den mich sein sollte in diesen fünf Jahren.

00:24:06: Dann bin ich nicht sehr nah dran an dieser wissenschaftsbasierten Grundlage für die, die Ziele ja auch validiert werden.

00:24:12: Das ist jetzt sehr methodisch und technisch aber das finde ich schade dass die Zeit rein verloren gehen man damit eben auch nicht super gut messen kann wie kommen die Unternehmen voran gegen ihre Ziele?

00:24:23: Und das ist der Grund weshalb wir viele Ziele ausgenommen haben dieses Jahr Und weshalb wir auch in den kommenden Jahren die Ziele Stück für Stück rausnehmen werden, erst mal weil sie keine Aussage mehr haben.

00:24:35: Das haben wir dieses Jahr eben gesehen.

00:24:37: ja also der Aufwand lohnt nicht etwas damit reinzunehmen was auch keine Erklärungskraft hat und dann weil dieses ganze Accounting von den zielen so kompliziert ist und uns eben diesen wertvollen Track record kaputt macht sodass wir das eben in den nächsten jahren verändern werden.

00:24:56: Das heißt weniger Momentaufnahme und mehr

00:24:58: langfristige

00:24:59: Betrachtung.

00:25:00: agiert ihr auf dem Weg oder weicht ihr ab?

00:25:02: Richtig, genau.

00:25:03: Wir wollen doch die Geschichte von den Unternehmen sehen.

00:25:05: also wir wollen auch diese ganze Transformationsgeschichte sehen so ab Basisjahr die ganze Kette und da sehen sie sehr interessante Sachen als.

00:25:14: es gibt da tolle Transformationsunternehmen unter den DAX-Unternehmen Die Telekom ist ein Beispiel.

00:25:20: Also die sind fast da.

00:25:22: also die sind on track auf im Basisjahr gestartet, bei einer fünf Grad.

00:25:28: Dann sind die erst mal hoch in der Klimawirkung und ab zwanzig einundzwanzig sind die permanent runter.

00:25:37: Also, die sind kontinuierlich runter und sind jetzt eben auf einem Kurs.

00:25:41: Und da sehen Sie ja, da passiert was?

00:25:43: Ja also, da sehen sie dieses Unternehmen hat wahrscheinlich etwas zu erzählen über Transformationen und kämpft sich darunter auf den eigenen Zielfahrt von eins Komma fünf Grad.

00:25:51: Und das sind doch die Geschichten, von denen wir lernen wollen.

00:25:55: wie funktioniert Transformation?

00:25:57: Wie funktioniert sie vielleicht auch nicht?

00:25:59: wo passiert sie?

00:25:59: Wo passiert sie nicht?

00:26:01: Und deswegen ist es schade mit diesen Methodisch korrekt angepassten Zielen nach Greenhouse Guest Protocol Standard, dass uns dann da die Zeit rein verloren gehen.

00:26:10: So das wir halt dann eben diesen interessanten Track record nicht reinnehmen können.

00:26:14: aber wie gesagt da passen wir uns an damit wir mehr Fokus nochmal auf die Transformationsgeschichte legen können.

00:26:20: und wir nehmen mit es ist zwar noch ein weiter Weg und es ist leider auch eine negative Saldo Aber es gibt immer noch die einzelnen Fälle die dann auch nur Hoffnung wecken Und zeigen dass es geht dass man sich verändern kann.

00:26:31: Ja, also und da auch noch mal der Track record im Jahr fünfundzwanzig ist eine Momentaufnahme.

00:26:38: Das kann nächstes Jahr anders sein das kann sich ganz schnell drehen.

00:26:41: Also dass es wie ein Aktienkurs, der einfach hoch und runter geht.

00:26:44: beim Track Record basiert es einfach darauf wie entcoppelt dieses Unternehmen Emissionen von Wertschöpfung?

00:26:50: Und das hat man ja in der Hand.

00:26:51: Das ist Strategie, das kann man gestalten.

00:26:53: Also so wie es bei Porsche jetzt zurückgehen kann es vielleicht nächstes Jahr wieder nach vorne gehen und deswegen würde ich da auf jeden Fall sagen, da ist alles offen und wir werden sehen, wie die Unternehmen da nach vorne geht in ihrer Geschwindigkeit.

00:27:07: Dann leide ich Sie herzlich ein, dass wir dann nächstes Jahr wieder drüber sprechen und mal gucken ob es dann besser klappt.

00:27:11: Sehr

00:27:12: gerne!

00:27:12: Und ob der

00:27:13: Appell gehört wurde?

00:27:14: Ich sage vielen Dank für die Einschätzung.

00:27:16: Das war Hannah Helmke, die CEO von Ride über die Ergebnisse des neuen What-If-Reports, der frisch veröffentlicht wurde.

00:27:23: Vielen Dank für den Besuch bei uns.

00:27:25: Ganz vielen Dank.

00:27:33: Und für den Blick auf die weiteren Meldungen ist dieses Mal mein Kollege Franz Kongbui beim Ja-Hallo Franz.

00:27:39: Hallo Sabine

00:27:41: Franz, es gab ja in dieser Woche Neues von der US-Umweltbehörde der EPA und die hat etwas entschieden was sie mich für Furore gesorgt hat.

00:27:49: Nämlich die Klimaauflagen für Kraftwerke sind kassiert worden.

00:27:54: Was genau hat denn die EPA da entschieden?

00:27:57: Die EPA hat den Großteil der Treibhausgasvorschriften für Kohle- und Gaskraftwerke aufgehoben.

00:28:02: Sie wurden damals unter der Regierung von Ex-Präsident Joe Biden eingeführt.

00:28:06: Das hat jetzt Epa-Chef Lee Selden in dieser Woche bei einem G-twanzig-Ministertreffen in Houston mitgeteilt.

00:28:12: Konkret betroffen sind Standards aus dem Jahr zwanzig.

00:28:16: Sie hatten Kohlekraftwerke zu einer drastischen Reduzierung ihrer klimaschädlichen Emissionen verpflichtet, andernfalls hätten sie bis zum Jahrzehntausend neun dreißig den Betrieb einstellen müssen.

00:28:25: Diese Regelung soll nun gekippt werden.

00:28:27: zudem schlägt die Behörde vor künftig auch alle weiteren noch verbleibenden Treibhausgasvorschriften für Kraftwerke abzuschaffen.

00:28:34: Das ist ja ein ziemlich weitreichender Schritt.

00:28:36: Wie hat die Behörde das denn begründet?

00:28:39: Ja, sie begründete es damit nach Geld in der Gesetzeslage nicht befugt zu sein Kraftwerksemissionen wegen des Klimawandels zu regulieren.

00:28:47: Selden sprach laut Mitteilung seiner Behörd von einem fünfzehn Jahre wehrenden Krieg gegen die Kohle unter den Regierungen Obama und Biden, denen die Regierung vom Präsident Donald Trump nun beenden wolle.

00:28:58: Er stellte den Amerikanern sinkende Strompreise in Aussicht Und die Entscheidung reiht sich jetzt in die Serie zurückgenommen der Klimaschutzmaßnahmen durch die Trump-Regierung ein.

00:29:07: Im Januar waren die USA ja auch bereits offiziell aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten.

00:29:11: Ja und man muss aber natürlich auch sagen diese Entscheidungen, die kann die USA zwar treffen, aber die hat ja auch Folgen über die USA hinaus.

00:29:18: ne?

00:29:19: Das ist so!

00:29:20: Die USA zählen neben China zu den weltweit größten Ursachern von Treibhausgasen.

00:29:25: Nach EU-Angaben stießen sie in den Jahren im Jahr, dass die Klima die weltweite Gesamtmengen an Treibhausgasen entscheidend ist und nicht ihre Herkunft wirkt sich der Kurs der USA global aus.

00:29:43: Bereits im Februar hatte die EPA das sogenannte Endangementfinding gestrichen mit dem Treibhausgase seit dem Jahr, als Gefahr für öffentliche Gesundheit eingestuft worden war Und damit haben sie eine zentrale rechtliche Grundlage für US-Klimaschutzgesetze beseitigt.

00:29:58: Was gab es denn bislang auch schon an Reaktionen auf, diese Entscheidung jetzt die Klimaauflagen für die Kraftwerke aufzuheben?

00:30:06: Kritik kommt unter anderem von Seelen Hoover.

00:30:09: der war Epa Berater unter beiden und er hat der Washington Post gesagt Chomp nehme mit dem Schritt vermeidbare Asthmaanfälle Herzerkrankungen Todesfälle in Kauf.

00:30:18: Das Natural Resources Defense Council kündigte an, die Aufhebung gerichtlich anzufechten.

00:30:24: Sie begünstige Umweltverschmutzern zu Lasten von Gesundheit und Sicherheit der Öffentlichkeit.

00:30:29: Die Interessenvertretung der US-Kohleindustrie, Americas Power begrüßte die Entscheidung hingegen – klar sie sichere die Zuverlässigkeit des Stromnetzes und Schützeverbraucher vor höheren Kosten insbesondere angesichts der steigenen Stromnachfrage durch Rechenzentren, Künstliche Intelligenz und

00:30:44: Industrieproduktion.".

00:30:53: Wir bleiben mal noch ein bisschen in den USA.

00:30:56: Dort stehen nämlich auch die Big Four unter Druck, also die großen Wirtschaftsprüfer PWC, IY, KPMG und IY.

00:31:03: Da gab es eine spannende Nachricht in der Post kürzlich.

00:31:07: Franz, erklär mal was genau ist da passiert?

00:31:10: Ich find's schon irgendwie ein bisschen absurd!

00:31:12: Die Generalsstaatsanwälte von sechzehn republikanisch regierten US-Bundesstaaten haben ein gemeinsames Schreiben an die Chess von PWC ,IY geschickt.

00:31:22: Der Vorwurf lautet, die vier Prüfungsgesellschaften verschließen dem Anschein nach gegen ihre berufliche Unabhängigkeitspflicht weil sie sich aktiv für klimabezogene Angaben in der Finanzberichterstattung einsetzen.

00:31:35: Die Big Four haben die Echtheit des Achtendreißigseiten lang Schreibens bestätigt, wollten sich zum weiteren Vorgehen aber nicht äußern.

00:31:41: Jetzt kann man sicher schon fragen worin genau sehen die Generalstaatsanwälte da jetzt den Interessenkonflikt?

00:31:48: Naja das Argument ist Verpflichtende.

00:31:49: klimabezogene Angaben erhöhen die Gesamtkosten einer Prüfung und davon profitieren die Prüfungsgesellschaften selbst.

00:31:57: Zudem stören sie sich am Engagement der Big Four in the Task Force on Climate Related Financial Disclosures, Internet Zero Financial Service Providers Alliance und an ihrer Unterstützung für die Mindeststandards des International Sustainability Standards Board zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.

00:32:13: Ist denn schon absehbar, welche Konsequenzen den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften da jetzt drohen könnten?

00:32:19: Die Generalstaatsanwälte argumentieren.

00:32:22: Öffentliche Aussagen der Big Four zur Unabhängigkeit und Objektivität könnten gegen einzelstaatliche Gesetze, gegen unlautere und irreführende Geschäftspraktiken verstoßen.

00:32:31: Das könnte dann Vertrag strafen oder die Kündigung bestehender Prüfungsverträge nach sich ziehen.

00:32:36: Jetzt haben ja die Generalstaatsanwälte auch gewissermaßen eine Hausaufgabenliste hinterlassen für die Wirtschaftsprüfer.

00:32:41: Was genau ist denn der Heiz gefordert?

00:32:43: Ja, diese Liste ist mit thirty-eight Fragen lang.

00:32:46: verlangt werden unter anderem sämtliche Schulungsunterlagen und Leitlinien für Prüfer zu ESG Themen seit zwei Tausendzwanzig alle öffentlichen Aussagen von Führungskräften zur ESG sowie einer Aufstellung der Löse aus Prüfungsleistungen zu klimabezogenen Angaben und Nachhaltigkeitsberichten für jedes der vergangenen fünf Geschäftsjahre.

00:33:04: Eine Frist nennt das Dokument nicht, die Antworten könnten aber als Grundlage für spätere Verfahren dienen.

00:33:38: Die drei Lkw-Hersteller wollen gemeinsam mit mehreren Industriepartnern ein europaweites Netz an Wasserstofftankstellen aufbauen und zwar entlang zentrale Verkehrskorridore in Europa.

00:33:49: Partner sind Bosch, das Hamburger Energieunternehmen MB Energy der französische Industriegasekonzern Aliquid sowie Total Energies.

00:33:58: Hinzu kommt Teal Mobility, ein im Jahr und zwei Tausend Jahre gegründetes Joint Venture von Ereli Keaton Total Energies.

00:34:04: Das in den kommenden Jahren mehr als hundert Wasserstoff-Tankstellen für schwere Nutzfahrzeuge errichten will!

00:34:10: Das ist ja jetzt auch nicht die erste Zusammenarbeit dieser Unternehmene – die kennen Sie schon ein bisschen?

00:34:14: Nein, Daimler Chalk Volvo & Toyota kooperieren bereits im Joint Ventures CellCentric bei der Entwicklung und Produktion von Brennstoffzellensystemen für den Schwerlastverkehr Da im Latchag und Volvo gründeten Celsentric vor fünf Jahren, in diesem Jahr vereinbarten sie den Einstieg von Toyota.

00:34:31: Die behördliche Genehmigung dafür wird zum Jahreswechsel erwartet?

00:34:34: Danach sollen alle drei Partner mit jeweils einem Drittel beteiligt sein.

00:34:38: Du hast schon gesagt jetzt geht es um das Thema Wasserstoff.

00:34:40: der Wasserstoffantrieb bei LKW ist ja bislang wirklich kein Massenmodell.

00:34:45: wie verbreitet ist denn die Technologie bisher?

00:34:48: Nähm, Massenmodell ist sicher nicht.

00:34:49: Es ist kaum verbreitet.

00:34:51: Laut dem europäischen Automobilherstellerverband ACA fuhren in den Jahr- und Zweitenzwanzig gut sechsundneinzig Prozent aller Lkw in der EU mit Dieselantrieb.

00:35:00: Null Komma fünf Prozent mit Benzin und null Komma drei Prozent Batterie elektrisch.

00:35:05: Befürworter des Wasserstoff Antriebs führen als Vorteile eine schnelle Betankung und eine hohe Reichweite an.

00:35:11: Volvo beziffert die Reichweite eines Brennstoffzellen Lkw auf bis zu tausend Kilometer bei einer Betankungszeit von unter fünfzehn Minuten.

00:35:18: Das klingt ja erst mal gut, aber der Wasserstoffantrieb ist hier in der Branche nicht unumstritten muss man sagen?

00:35:24: Was sagen denn die Kritiker?

00:35:26: Es gibt Akteure in der Branche, die den Wasserstoff-Antrieb für Lkws skeptisch beurteilen beispielsweise Trathorn, den Nutzfahrzeugholing von Volkswagen.

00:35:34: Trathorne hält dem Batterieantrieb für effizienter als die Brennstoffzelle und auch dazu gibt es in der branche eine Kooperation.

00:35:40: Im Joint Venture Milans arbeiten Daimler Truck, Volvo und Traton zusammen um ein Hochleistungs-Ladenetz für batterieelektrische schwere Lkw im Fernverkehr.

00:35:50: Und Reisebusse aufzubauen und auch zu betreiben.

00:35:52: Also es tut sich an bisschen was.

00:35:54: wir werden mal sehen was ich da technologisch am Ende durchsetze.

00:35:57: Ich bin auch gespannt.

00:35:58: Vielen Dank erstmal für die Einschätzung bis hierhin.

00:36:00: Danke Franz

00:36:01: Sehr gerne

00:36:02: Und Ihnen kann ich noch ein bisschen einen Ausblick auf die Termine in den kommenden Wochen geben.

00:36:06: In der Langfristperspektive am fünfundzwanzigsten und sechsenzwanziger November findet hier in Frankfurt wieder das Impact Festival statt, und am ersten und zweiten Oktober ist der zehntes Sustainable Finance-Gipfel ebenfalls hier in Frankfurt.

00:36:20: Auch am ersten Oktober – da können Sie Franz Kongbuy wieder hören!

00:36:24: Dann gibt es die nächste Episode von Nachhaltiges Investieren.

00:36:27: Wir freuen uns wenn Sie dann wieder mit dabei sind.

00:36:29: Bis dahin machen sie's gut.

00:36:34: Das war nachhaltiges Investieren der Sustainable Finance Podcast der Börsenzeitung.

00:36:40: Diese Episode wurde präsentiert von Union Investment.

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